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Kunst

AugenBlicke

… studierten die Schülerinnen und Schüler im Neigungskurs Bildende Kunst, Kursstufe 1. Es sind Zeichnungen in Kohle, weißer Kreide und teils auch in Aquarell, die nach der Natur mit Hilfe eines Spiegels entstanden sind. Das eigene Auge stand Modell. Eine unorthodoxe Wandinstallation fasst einige der Arbeiten zusammen und mag zu denken geben.

Die Arbeiten stammen von Yagmur Karadede (Lessing-Gymnasium), Lovis Maczeizik (Lilo), Nina Bartels (Johanna-Geissmar-Gymnasium), Kim Barthelmeß (IGMH), Julia Sander (Lessing-Gymnasium), Sofia Marin (Lilo) und Katharina Herdt (Lessing-Gymnasium).(07/2018)

Schneeflocken bei schwülen 28 Grad

18_Schneeflocken bei schwülen 28 Grad _ 01Alessandra, Sina, Hannah und Karina aus der 10b gestalteten am 5. Juli 2018 drei neue Textilfahnen für einen winterlichen Anlass: unseren kommenden Weihnachtsmarkt im Dezember. Die Schülerinnen schlugen ein Bildmotiv vor, das sich als äußerst variantenreiche Bildidee herausstellte. Schneeflocken sollten es sein in unterschiedlichen Größen und Formen. In einem Siebdruckverfahren sprühten sie die Schablonen in Weiß- und Cremetönen über Hellgrau und -blau bis zu Rosa- und Lachsnuancen. Die Fotofolge zeigt den Entstehungsprozess der Farbgestaltung einer Fahne von der ersten Flocke bis hin zu dem zauberhaft schillernden Schneetreiben, das in ein paar Monaten an der Fassade des Schulhauses zu unserem Weihnachtsmarkt einladen wird.

Graffiti vor dem Schulhaus

18_Stromkasten - GraffitiKeine Angst vor einer goßen fetten Spinne hatten Jannik, Linh, Jennifer und Lars aus der 10c. Die vier sprühten sie am 3. Mai 2018 auf den Verteilerkasten der MVV, der direkt vor dem Haupteingang des Liselotte-Gymnasiums am Zaun rechts steht. Der Entwurf stammt von Jannik, ist im ersten Schulhalbjahr in einem Unterrichtsprojekt entstanden und von der Schulgemeinde in einer Abstimmung auserkoren worden, realisiert zu werden. Die Stadt Mannheim gab ebenfalls ihr Einverständnis und die MVV auch - und schon ging's los bei der ersten trockenen, nicht allzu windigen Gelegenheit. Das „Malen“ passierte mittels drei Schablonen aus Papier in der so genannten Stencil-Technik, einer vereinfachten Art des Siebdrucks. Unsere Schablonen waren riesig, und es brauchte unsere zehn Hände, um sie an der richtigen Stelle zu platzieren und die Farbe zu sprühen. Unsere Spinne krabbelt freundlich und farbenfroh über ihre Betonwand und lässt nun bestimmt so manche Arachnophobie überwinden.
Initiiert und bezahlt wurde die Aktion von den Bezirksbeiräten der Schwetzingerstadt, jenem Bezirk, in dem unser Lilo beheimatet ist. Sie regten an, unschön beschmierte Verteilerkästen in kreativ behandelte Gebilde zu verwandeln. Wenn uns diese Aufwertung an diesem einen direkt vor unserer Schule stehenden Stromkasten gelungen sein sollte, so freut es uns.

Im letzten Photo der Bildergalerie sieht man den Verteilerkasten vor seiner künstlerischen Behandlung.

BK-Atelier im UG

18_Kunst im April - Foto 1Mit großformatiger Hell-Dunkel-Malerei, dem flächigen Farbauftrag in differenzierten Grautönen, mit den Themen Licht und Schatten, Porträt, Selbstporträt und Verwandlung, Rembrandt und der barocken Kunst der Inszenierung beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler des Neigungskurses Bildende Kunst erst seit Mitte April 2018. Und doch besetzen sie temporär den ganzen Flur des Untergeschosses.

18_Kunstaktion im April - Bild 2Die Malgründe auf dem Boden liegend mit weitem Abstand zu prüfendem Auge und malender Hand stöhnte bald der eine oder die andere über einen schmerzenden Rücken.

18_Kunst im April - Foto 3Die Unterstufenschüler staunten über die Arbeitsweise mit den langstieligen, vergleichsweise groben Heizkörperpinseln und über die Arbeits- und Zwischenergebnisse, die die Wände des Flurs zu beiden Seiten bedecken. Neunzehn Schülerinnen und Schüler zählt der Neigungskurs - es dürften um die einhundert Blätter zu sehen sein, die hier für die kommenden Tage hängen und der Reflexion der eigenen Arbeit dienen: eine Atelier-Situation, in der die jungen Malerinnen und Maler neue Facetten ihrer Möglichkeiten erproben und wir alle einige großartige Entdeckungen machen können.
Lasst uns, lasst euch drauf ein!

Neigungskurs Kunst besuchte Betonkirche

17_Neigungskurs Kunst in der LukaskircheManche Mannheimer Betonkirche ist weltberühmt. Eine von ihnen hat sich der Neigungskurs Bildende Kunst am 13. November 2017 angeschaut. Sie steht im Stadtteil Almenhof und wurde 1967 von Carlfried Mutschler erbaut: die Lukaskirche.

Aus grauem Sichtbeton gegossen basiert ihre Grundform auf einem Würfel. Schwerfälliger Klotz, denkt man zunächst. In ihn stoßen von außen nach innen quaderförmige Kästen - Schubladen, so nannte sie die Kunsthistorikerin Ursula Dann -, die die Würfelform aufbrechen und spannungsreich rhythmisieren. Auf nur acht hohen, schlanken Pfeilern ruht das Betondach. Es scheint zu schweben, wie von Luft und Licht getragen leise im Wind flatternd. Die Anmutung von Leichtigkeit traut man dem schweren, massigen Beton im Allgemeinen nicht zu. Der Übervater der Betonarchitektur, Le Corbusier, hatte das mit der Chapelle Notre-Dame-du-Haut de Ronchamp wenige Jahre zuvor bereits vorgeführt.

In den Nachkriegsjahren entstanden in Mannheim mehrere Kirchen aus Sichtbeton, die schnell bundesweite Aufmerksamkeit erregten und heute Baudenkmäler sind, so zum Beispiel die Trinitatiskirche von Helmut Striffler in G4 (1959). Auch die wird der Neigungskurs noch in Augenschein nehmen, im Januar 2018. Und im März dann werden wir einen zeitgenössischen Betonbau aufsuchen, wieder einen Sakralbau, nämlich die Feldkapelle Bruder Klaus in der Eifel, die der Architekt Peter Zumthor gänzlich aus sandfarbenem Stampfbeton errichten ließ.

Graffitisprayerinnen am Werk

17_GraffitisprayerinnenUnser Lilo-Weihnachtsmarkt steht kurz bevor. Auch die Fassade des Schulgebäudes wird davon künden. Am 16. November 2017 gestalteten fünf Schülerinnen der Klasse 10b weihnachtliche Motive auf langen Fahnen aus Stoff. Die Technik ist eine reizvolle: eine vereinfachte Form des Siebdrucks mit gesprayten Farbflächen, die zeitgenössische Graffitikünstler gerne einsetzen. Es sind also keine Tatortreinigerinnen, die auf den Fotos zu sehen sind, sondern mit Schablonen experimentell arbeitende Graffitisprayerinnen.

BAU RAUM KONSTRUKTION

... heißt die neue Ausstellung des Liselotte-Gymnasiums. Sie thematisiert Architektur im Kunstunterricht.
In allen Klassenstufen arbeiteten die Schülerinnen und Schüler rund um Aspekte des Bauens, des Konstruierens und der Strukturierung von Raum. Dreidimensionale Gestaltungen entstanden ebenso wie Zeichnungen, Collagen und Fotos, Malerei auf Leinwänden und ein Netzwerk, installiert direkt auf der Wand. Die Vernissage mit einer Wort-Collage zum Thema Architektur von Schülerinnen und Schülern der Kursstufe 1 fand am 7. November 2017 in der Cafeteria statt.

Vernissage

Malerei auf Leinwänden

Dreidimensionale Gestaltungen

Schwebende dreidimensionale Gestaltungen

Zeichnungen

Stelenfeld im Schulhof

17_Stelenfeld im Schulhof mit Kunstkurs K1Seit dem 3. Mai 2017 zeigt sich der vor einigen Jahren im Hof des Liselotte-Gymnasiums eingerichtete Skulpturenpark in neuem Glanz. Kernstück ist nach wie vor der „Reiher“, eine Bronzeplastik des Bildhauers Philipp Harth aus dem Jahr 1951.

Flankiert wird sie nun von Stelen, die sich mit der Kunst der 1950er Jahre auseinandersetzen, insbesondere dem abstrakten Expressionismus und dem Nouveau Réalisme mit ihren damals innovativen Techniken: das Dripping (Jackson Pollock) zum Beispiel oder das Verwenden von Blattgold (Yves Klein), das genagelte Relief (Günther Uecker) oder das Plakatabreißen (Décollages von Raymond Hains).

Die Unterrichtseinheit fand Anfang des Schuljahres 2016/2017 im K1-Kurs Bildende Kunst statt, und nun endlich sind die neu gestalteten Stelen in angemessenem Rahmen zu sehen. Auch den haben die Schüler gemeinsam geschaffen: mit Hacken und Rindenmulch.

„Ohne geht es schon fast nicht mehr.“

Eine fachpraktische Aufgabe im Pflichtkurs Bildende Kunst entwickelt sich
zu einer unerwartet kritischen Auseinandersetzung mit dem Medium Smartphone.


Astrid Vogel
Rembrandts bahnbrechendes, die damaligen Regeln der Kunst sprengendes Gruppenbildnis der Amsterdamer Schützengilde des Hauptmanns Frans Banningh Cocq, besser bekannt als „Die Nachtwache“, verleitete mich zum Arbeitsauftrag: „Inszeniert ein Gruppenporträt eures BK-Pflichtkurses“. Als gemaltes Bild etwas schwierig zu realisieren, sollte ein Foto das Arbeitsergebnis dokumentieren. Der Arbeitsauftrag erwartete u. a.: „Nehmt inhaltlich Bezug auf euch als junge Erwachsene. Das Gruppenbildnis soll gestalterisch überzeugen und einen eigenen, ausdrucksstarken Charakter haben. Es dürfen Requisiten eingesetzt werden.“

Erprobt wurden in selbständigen Versuchen – jenseits meines kontrollierenden Lehrerblicks – sehr unterschiedliche und überraschende Inszenierungen. Das Gruppenporträt „Generation Smartphone“ wurde vom Kurs als das beste entschieden.

„Generation Smartphone“ Foto: Victor Lauth und Antonia Dahm

Es ist übrigens nicht spontan entstanden, sondern erst nach kritischer Prüfung mehrerer Varianten und einem zweiten Shooting. Es zeigt eine gänzlich durchkomponierte, gestellte Szene bis ins Detail. Im ersten Moment aber wirkt sie wie ein provokanter Schnappschuss, der Lilo-Schüler bei einer im Schulkontext untersagten Tätigkeit ertappt. Die irritierende Gratwanderung zwischen künstlich Konstruiertem und wie zufällig scheinender Normalität, zwischen Fiktion und Realität,
ist die Qualität dieser Inszenierung.

Schriftlich reflektierten die Kursteilnehmer ihre Intentionen, hier im Zusammenschnitt einige Textauszüge:

Viktoria Przybilla
Wie die Jugend in der heutigen Zeit miteinander kommuniziert: Multimediageräte.

Lena Luntz
Die „Jugend von heute“, die ausschließlich über das Handy miteinander kommuniziert. Jeder besitzt eins und alles dreht sich nur darum.

Anna Wittig
Inhaltlich haben wir uns auf eines der wohl aktuellsten Themen bezogen, durch die die heutige Jugend sowohl geprägt als auch gekennzeichnet ist: Generation Smartphone. Heutzutage steht die multimediale Vernetzung der jungen Menschen an erster Stelle. Nur noch wenige Leute sind in der Lage, in Form von interessanten Gesprächen miteinander zu kommunizieren. Wir versinken zunehmend in einer virtuellen Welt und lassen demnach die Realität immer mehr außen vor. Das Smartphone als
ständiger Begleiter ist zum unverzichtbaren Alltagsgegenstand geworden. Genau diese Abhängigkeit und die damit verbundene Kommunikationsunfähigkeit haben wir versucht in unserer Gruppendarstellung zu verdeutlichen. Wir wollten zeigen, wie in einer Gruppe von dreizehn, vierzehn Menschen kaum ein Gemeinschaftsgefühl herrscht. Die Jugendlichen interessieren sich nicht für die anderen, ihnen wird keine Beachtung geschenkt. Der Fokus liegt einzig und allein auf dem Smartphone.

Lena Luntz
Wir alle haben bewusst nicht in die Kamera geschaut und keine natürlichen Haltungen eingenommen.

Antonia Dahm
Wir befinden uns in einer Ecke des Schulhofs vor der Turnhalle, sitzen auf Bänken oder stehen davor.

Anna Wittig
Wir sind räumlich nicht weit voneinander entfernt. Die wahre Distanz entsteht durch das Smartphone.
Kein Gesicht ist detailliert bzw. vollständig erkennbar, ein Verweis auf die Botschaft der Fotografie.

Patrick Haupert
Obwohl wir so dicht beieinander zusammen sind, ist dennoch jeder völlig in die Nutzung seines Smartphones vertieft.

Jana Böhringer
Ziemlich absurd: Es sitzt ein Junge in einem Einkaufswagen, schaut auf sein Handy und hält währenddessen noch ein Absperrschild. (…) Die Jugendlichen befinden sich bei schönem Wetter im Freien. Trotzdem machen sie nichts anderes, als auf ihre Handys zu schauen. Sie erleben so den Moment nicht: einfach nur das Zusammensein mit ihren Freunden.

Isabell Bielka
Auffällig ist, dass die Szene aus mehreren Paaren besteht, deren Mitglieder sich nahe stehen und die ihre Freundschaften nur auf virtueller Basis verstärken können. Fokussiert auf ihre Telefone.

Lukas Loßdörfer
In den Gesichtern, der Gestik und der Körpersprache der verschiedenen Jugendlichen lassen sich ganz unterschiedliche Emotionen erkennen. Ich, im Bildvordergrund, habe einen angestrengten Blick, so wie Kamyar im Bildmittelgrund (im Einkaufswagen). Lena und Anna machen den so genannten „Duckface“-Blick, mit dem sie sich in dieser gestellten Momentaufnahme selbst fotografieren. Viktoria und Jana schauen sich etwas Lustiges an und lachen. Das mittlere Paar auf den Sitzbänken schaut entsetzt, während das rechte kühle, konzentrierte Gesichter hat.

Victor Lauth
Wenn man das Foto betrachtet, sieht man zudem, wie blöd es aussieht, wenn jeder für sich oder mit einer anderen Person an einem Handy ist.

Lukas Loßdörfer
Und wenn wir was zusammen machen, ist immer ein Handy als „Verbindung“ zwischen uns. Ohne geht es schon fast nicht mehr. Wie soll man menschlich bleiben, wenn man mehr auf einen Bildschirm starrt als in echte Gesichter?

Jana Böhringer
Das passiert viel zu oft in der heutigen Zeit und auch in unserem Kurs.

Anna Wittig
Wir haben uns in einer kritisierbaren Selbstdarstellung gezeigt.

 

Anmerkungen:
Rembrandt Harmensz. van Rijn, 1606-69, Maler und Grafiker; schuf 1642 das Gruppenbildnis „Der Aufbruch der Kompanie des Frans Banningh Cocq“ im Auftrag der Cloveniers-Schützengilde für deren Festsaal in Amsterdam;
im 19. Jahrhundert etablierte sich der Titel „Die Nachtwache“, da das Gemälde im Laufe der zwei Jahrhunderte stark nachgedunkelt war. Maße: 363 x 437 cm, Öl auf Leinwand; heute im Rijksmuseum Amsterdam ausgestellt

Lehrplanbezug Kursstufe: Schwerpunktthema „Selbstdarstellung und Verwandlung“ – Rembrandt van Rijn, Cindy Sherman

Pflichtkurs Bildende Kunst KS2, donnerstags, Schuljahr 2015/2016, 1. Halbjahr BK Vogel

Glasmosaiken - ein Projekt im Rahmen des Kunstunterrichts, 2. Schulhalbjahr 2014/15, Bildende Kunst Vogel

15_sockelaktionIn den letzten Wochen entwarfen acht Schülerinnen und Schüler der Klasse 6c Glasmosaiken für einen Betonsockel der drei Sitzflächen vor unserer Turnhalle. Thema war, einen abstrakten kontrastreichen Farbrhythmus zu gestalten, wobei die Farbe Schwarz als Linie und Fläche dominieren sollte - Piet Mondrian half uns bei der Ideenfindung. Einen ganzen stürmischen Maimontag lang haben wir den Betonsockel gesäubert, geschliffen und die vorbereiteten Mosaikfelder aufgeklebt, am darauf folgenden Tag verfugt. Das Foto zeigt uns vor dem Verfugen; ein paar Steinchen müssen hier noch nachgebessert werden.

Geplant ist, mit derselben Schülergruppe noch in diesem Schuljahr eine zweite Sitzfläche mit einem frühlingsfreundlichen „Grün, Gelb und Hellblau - Vegetation, Himmel, Wasser“ zu verschönern, ebenfalls in Glasmosaik-Technik.

Neolithische Revolution

15_sicker-ackmannFrau Dr. Martina Sicker-Akman, Architektin und erfahrene Bau-Archäologin, hielt am 12. Februar 2015 vor Schülerinnen und Schülern der Kursstufe 1 einen anschaulichen Vortrag über eine Grabung im Gebiet des sogenannten „Fruchtbaren Halbmonds“. In dem Grenzgebiet zwischen den Gebirgszügen Taurus/Antitaurus/Zagros und der mesopotamischen Ebene liegen die ersten Siedlungen. Am Beispiel der Grabungen in dem „Cayönü“ genannten Ort in der Region Diyarbakir (Südosttürkei) wurden anschaulich die Arbeitsweisen, Methoden sowie die verschiedenen Dokumentationsarten dargestellt. So konnten die Schülerinnen und Schüler grundlegende Einblicke in archäologische Forschungsarbeiten gewinnen.

Ergebnisse aktueller Projekte aus dem Kunstunterricht der Klassen 10