zum Menü Startseite
 

Geschichte

"Staatsfeind Nr. 1"

18_Dr. Wolfgang WelschSchon im Alter von ca. 16 Jahren war ihm klar: "Ich werde gehen, wie auch immer." Das berichtete Dr. Wolfgang Welsch in seinem Zeitzeugenvortrag über sein Leben in der DDR am 7. März 2018. Aufgewachsen in einem bürgerlich-christlichen Elternhaus war der Widerstand gegen die Staatsführung für ihn geradezu selbstverständlich.
Nach jahrelanger Haft in Stasi-Gefängnissen mit Folter und Isolationshaft wurde er dank Amnesty International und der Bundesregierung freigekauft, studierte dann in Deutschland und wurde Fluchthelfer.
Gespannt und konzentriert hörten die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen und der K2 des Lilo dem biographischen Vortrag von Wolfgang Welsch zu und stellten im Anschluss Fragen.

„Die Erinnerung fotografieren“

18_„Die Erinnerung fotografieren“Am 26. Januar wurde in Strasbourg die Ausstellung «Photographier la mémoire» – „Die Erinnerung fotografieren“ eröffnet. Im Rahmen eines Projektes dokumentierten Schülerinnen und Schüler aus Frankreich und Deutschland hierfür fotografisch das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof (Elsass) und seine Außenlager. Die Dokumentation des KZ-Außenlagers Mannheim-Sandhofen übernahmen vier Schülerinnen und Schüler des Lilo. Anlässlich der Ausstellungseröffnung fuhr ein Teil der Gruppe in Begleitung von Herrn Sobik nach Strasbourg. Es ist geplant, die Ausstellung bald auch in Mannheim zu zeigen.

Gedenkfeier zum Volkstrauertag 2017

17_VolkstrauertagSchülerinnen und Schüler des Liselotte-Gymnasiums haben bei der Gestaltung der Gedenkfeier zum Volkstrauertag, die der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. auf dem Mannheimer Hauptfriedhof veranstaltet, mitgewirkt. Die Big-Band spielte unter der Leitung von Herrn Bosse in der Trauerhalle und am Ehrenmal. Leonie Herrwerth, K2, hielt die Schülerrede in der Trauerhalle.

"Schüler führen Schüler"

17_Klasse 10 b vor den remDie Klasse 10b hat am 11. Oktober2017 gemeinsam mit ihrem Geschichtslehrer Herrn Sobik die Ausstellung „Die Päpste“ im Reiss-Engelhorn-Museum besucht. Das vorbereitende Material konnten die Schüler vor Ort mit den Exponaten verknüpfen und so ihren Mitschülern präsentieren. Rund neunzig Minuten dauerte der Rundgang von Schülern für Schüler, der nicht nur Fachwissen auf Augenhöhe vermitteln konnte, sondern die Schüler auch dazu angeregt hat, sich durch Nachfragen aktiv zu beteiligen.

Exkursion nach Nürnberg

Die K1-Geschichtskurse von Frau Rappenecker, Frau Seidel-Laros und Frau Zegermacher verbrachten am 29. und 30. Juni 2017 in Begleitung von Frau Rüber zwei interessante Tage in Nürnberg mit dem Themenschwerpunkt NS-Geschichte. Neben dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände standen auch das Memorium Nürnberger Prozesse und ein Einblick in die Bunkeranlagen auf dem Programm.

Ehemalige DDR-Spitzensportlerin Ines Geipel zu Gast am Lilo

17_ines geipel"Manchmal muss man Umwege gehen, damit man seine Spur findet", so umreißt die ehemalige Spitzen-Leichtathletin der DDR ihre Lebensgeschichte vor Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen und der K1 des Lilo am 16. Mai 2017.
Alle Kraft hatte sie für das Sport-Karussell gebraucht und in dieser Zeit nicht über die Ideologismen der DDR-Führung nachgedacht.
Als erfolgreiche Sportlerin hatte sie die Möglichkeit, an internationalen Wettkämpfen teilzunehmen. Dass sie im 1974 staatlich verordneten Doping-Programm war, männliche Sexualhormone einnehmen musste und deshalb so erfolgreich war, hat sie in dieser Zeit noch nicht reflektiert.
Erst nach der DDR-Olympia-Absage 1984 wird sie langsam wach, lässt sich nicht von der Stasi vereinnahmen. In Folge dieser Entscheidung wird sie durch eine von der Stasi angeordnete, absichtliche Fehl-Operation am Blinddarm sportlich ins Abseits gerückt. Sie flüchtet 1989 noch vor der Maueröffnung über Ungarn in die Bundesrepublik Deutschland.
Wie ihre sportliche Kariere und das Ende dieser mit ihrer Familiengeschichte zusammenhängt, erkennt sie nach dem Mauerfall im Studium ihrer und der Stasi-Akten ihres Vaters.
Heute forscht Ines Geipel als Professorin für Deutsche Verssprache an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« in Berlin über Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in der DDR-Zeit ihre Texte nicht veröffentlichen durften und systematisch unterdrückt wurden. Sie ist die Vorsitzende des "Doping-Opfer-Hilfe e.V.", der den Opfern des systematischen Staatsdopings der DDR eine Stimme und Unterstützung geben will.
"Macht es besser, als wir es machen konnten." Gibt sie den Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg. "Was mich gerettet hat, war Wissen und Rückgrat. Heute kann ich das Leben mit seinen Umwegen anerkennen. Wichtig ist, Anderes und Fremdes zuzulassen."
Moderiert wurde die Veranstaltung von Alesch Mühlbauer, Verein "Deutsche Gesellschaft" Berlin, und Marcus Reinhold, Lehrer für Geschichte am Liselotte-Gymnasium.

Neigungskurs Geschichte in Berlin

17_BerlinDer Neigungskurs Geschichte war vom 26.3. bis 31.3.2017 auf Studienfahrt in Berlin. Nach einem ersten Überblick über die Epochen der deutschen und europäischen Geschichte im Deutschen Historischen Museum beschäftigen wir uns mit der Geschichte Preußens in Potsdam und Berlin. Im Haus der Wannseekonferenz und im Konzentrationslager Sachsenhausen setzen wir uns mit der NS-Zeit auseinander. Nach der Beschäftigung mit der Potsdamer Konferenz im Schloss Cecilienhof wird uns die DDR-Geschichte im Mauermuseum und im Gefängnis der Staatssicherheit begegnen, auch in Person eines Zeitzeugen. Politik der Gegenwart wird dann in demokratischer Form bei einem Besuch im Bundestag erlebbar. (M. Reinhold, S. Rappenecker)

Zu Gast am Lilo: Zeitzeugin Eva Szepesi

17_Eva SzepesiAls Schicksal sieht Eva Szepesi die Tatsache, dass sie in den 50er Jahren von Ungarn nach Deutschland gekommen und mit ihrer Familie geblieben ist und seit 1995 jungen Menschen über ihr Leben als Auschwitz-Überlebende berichtet.
Sie, die als jüdisches Mädchen im Alter von ca. zehn Jahren ab 1944 Beleidigungen und Ausgrenzungen durch ihre gleichaltrigen Freunde in Budapest erleben musste und eine leidvolle Fluchtgeschichte bis zur Deportation in das Konzentrationslager Auschwitz hinter sich hat, berichtete Schülerinnen und Schülern der Kurstufen 1 und 2 des Lilo am 15. März 2017 von ihrem Leben. Sie las dabei aus ihrem 2011 erschienenen Buch "Ein Mädchen allein auf der Flucht", in dem sie ihre Geschichte niedergeschrieben hat.
Mit Begriffen wie Hunger, Gestank, Kälte, Qual, Angst und Einsamkeit beschrieb sie die wohl schlimmste Zeit ihres Lebens. Am 27. Januar 1945 wurde sie und die wenigen anderen Überlebenden von russischen Soldaten in Auschwitz befreit.

"Ihr seid die dritte Generation nach dem Krieg. Ihr müsst Euch nicht schuldig fühlen. Ihr müsst wissen, das ist wichtig." war Eva Szepesis Botschaft an die interessierten Zuhörer, denen Sie auch gerne auf ihre Fragen antwortete.

Begleitet wurde Frau Szepesi von Noemi Staszewski, die den Treffpunkt für Überlebende der Shoah und ihre Familien in Frankfurt leitet. Sie berichtete kurz über die Arbeit der ZWST. Weitere Informationen hier
Organisiert und moderiert wurde die Veranstaltung von Marcus Reinhold, der am Lilo Geschichte und Evangelische Religion unterrichtet.

Exkursion der Klasse 7d nach Speyer

16_Klasse 7d in SpeyerDie Klasse 7d hat am 8. Dezember 2016 gemeinsam mit Frau Scheel und Herrn Homola eine Exkursion nach Speyer unternommen. Nach dem Besuch des Domes schauten die Schülerinnen und Schüler die Römer-Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz an. Danach erhielten sie bei einer Führung durch das jüdische Speyer Einblick in das jüdische Leben und seine Pflichten und besuchten die Synagoge. Zum Abschluss besuchten sie den Weihnachtsmarkt.

Ausflug zum Römerkastell

16_6a und 6c Bad HomburgAm Mittwoch, dem 20. Juli 2016, unternahmen die Klassen 6a und 6c mit Frau Frind, Frau Seidel-Laros und Herrn Schiffmann einen Ausflug nach Bad Homburg zum Römerkastell.

Exkursion nach Verdun und zur Völklinger Hütte

16_Geschichtskurse in VerdunAm Donnerstag, dem 30. Juni, und am Freitag, dem 1. Juli 2016, besuchten der 4-stündige Geschichtskurs von Herrn Dr. Wilhelm und der 2-stündige Kurs von Frau Scheel die französische Stadt Verdun. Im Mittelpunkt stand dabei die Schlacht um Verdun (1916), welche eine der bedeutensten Schlachten des Ersten Weltkrieges zwischen Deutschland und Frankreich war. Auf dem Programm standen u.a. die Besichtigung von Schlachtfeldern und Monumenten zum Gedenken an die gefallenen Soldaten. Durch die beeindruckenden Museen und die individuellen Führungen durch Befestigungsanlagen und zerstörte Dörfer bekamen die Schülerinnen und Schüler so einen eigenen Eindruck von den Gräueltaten des Ersten Weltkrieges.

Zusätzlich bot sich bei der Hinfahrt die Möglichkeit, die Völklinger Hütte, ein ehemaliges Eisenwerk (1873-1986), zu besichtigen.

Exkursion nach Nürnberg

16_NürnbergDie beiden Geschichtskurse von Frau Seidel-Laros und Herrn Dr. Homola waren am 1. und 2. Juli 2016 auf den Spuren der NS-Zeit in Nürnberg unterwegs. Begleitet wurden sie von Frau Rappenecker, Herrn Dr. Homola und Herrn Schiffmann.

Besuch der Völklinger Hütte

16_Völklinger HütteAls die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10b des Lilo am 21. Juni 2016 mit Herrn Dr. Ruf und Herrn Dr. Homola die Völklinger Hütte besuchten, durften sie nicht nur eine interessante Führung durch das ehemalige Eisenwerk genießen, sondern konnten auch die Aussicht von der Spitze des Hochofens bewundern.

Zeitzeuge berichtete

15_teichmannAm Mittwoch, 29. April 2015, fand in der Cafeteria des Lilo ein Vortrag von Eginhard Teichmann über "Stolpersteine - Erinnerung an Kindheit und Jugend in Berlin" statt.

Herr Teichmann, der viele Jahre Cellist am Mannheimer Nationaltheater war, berichtete, wie er als Kind und Jugendlicher in Berlin die politische Situation im Dritten Reich wahrgenommen hat und wie er aus der erlebten Judenfeindlichkeit heraus dazu kam, sich in der "Gesellschaft für christlich – jüdische Zusammenarbeit" zu engagieren. In diesem Zusammenhang ist er auch auf Stolpersteine, die er in Mannheim fotografiert hat, eingegangen.
Anhand von Dokumenten aus seiner Familiengeschichte, moderiert von Marcus Reinhold, ermöglichte dieser Zeitzeuge den Schülerinnen und Schülern einen authentischen Einblick in die Lebenssituation von jungen Menschen während des und nach dem Dritten Reich. Herr Teichmann beleuchtete das Problem des Antisemitismus auch nach 1945.

Die Schülerinnen und der Schüler der 9. Klassen des Lilo verfolgten gespannt die Berichte von Herrn Teichmann und stellten interessierte Nachfragen.