zum Menü Startseite
 

Geschichte

x

Exkursionen zum ehemaligen Konzentrationslager Natzweiler-Struthof

-Am 22. Juli 2022 haben die neunten Klassen, eine Exkursion zum ehemaligen KZ Natzweiler-Struthof in Frankreich unternommen. In dem Lager waren vom 1. Mai 1941 bis zum 23. September 1944 etwa 52.000 Menschen inhaftiert, von denen über 22.000 durch die Nationalsozialisten ermordet wurden. Nach einer über dreistündigen Busfahrt, auf der am Anfang noch alle recht verschlafen waren, war das Ziel erreicht.
Dort angekommen, wurden die Schülerinnen und Schüler in fünf Gruppen mit jeweils einem Lehrer aufgeteilt, das Gelände erkundet und nacheinander die Baracken, das Krematorium, die Gaskammer, die Villa des Lagerkommandanten und die Gefängniszellen angesehen, was alle sehr bedrückt und geschockt hat. Trotz dessen, dass der Nationalsozialismus, der Zweiten Weltkrieg und der Holocaust schon im Geschichtsunterricht durchgenommen wurde, ist es eine andere Erfahrung, wenn man das, was passiert ist, vor Ort sieht und nicht nur auf Fotos und in Filmen. Der Satz von Herr Karlsen, „Es geht nicht um historische Schuld, sondern um die historische Verantwortung“ ist wohl allen besonders in Erinnerung geblieben. Am späten Nachmittag hat die Gruppe mit einer wichtigen Erfahrung reicher den Schulhof des Lilo wieder erreicht.
(Connor Steneberg, Klasse 9b)

-Nachdem sich die Geschichtskurse der K1 seit einigen Wochen mit verschiedenen Aspekten der NS-Diktatur, des Zweiten Weltkriegs und des Holocausts beschäftigt haben, ist die gesamte K1 am 15. Juli 2022 in das ehemalige Konzentrationslager Natzweiler-Struthof in Frankreich gefahren. Ziel war die vertiefte Auseinandersetzung mit der genannten Thematik.
Die Exkursion begann freitags morgens, zur normalen Schulzeit. Mit zwei Bussen machten wir uns auf den Weg zum Konzentrationslager und erreichten dies um 12 Uhr. Nach einer kurzen Einweisung in das Gelände und dem Aushändigen von Karten zur Orientierung durften wir uns in Kleingruppen frei bewegen. Besichtigen konnten wir die Baracken, das Krematorium und Gefängniszellen. Des Weiteren konnten wir an der Totengrube und der Gedenkstätte innehalten.
Besonders eindrücklich waren die Zitate von ehemaligen Insassen welche auf verschiedenen Anschlagtafel geschrieben standen. Auch viele Bilder veranschaulichten die traurige Vergangenheit dieses Ortes. Nach fast drei Stunden auf dem Gelände haben wir in nachdenklicher Stimmung die Heimfahrt angetreten und erreichten um 18 Uhr Mannheim.
Ich denke wir alle sind uns einig, dass diese Exkursion eine sehr eindrückliche Erfahrung war und dass wir dankbar sind, die Chance gehabt zu haben, hieran teilnehmen zu können. (Bericht von Anne-Sophie Michel, Basiskurs g1 - Karlsen)

Unterwegs in Speyer

-Am 26. Juli war der LK Geschichte unterwegs in Speyer, um das Schuljahr gemeinsam ausklingen zu lassen. Nach dem Besuch im Kaiserdom, dem jüdischen Ritualbad und der modernen jüdischen Synagoge war die Entspannung im Biergarten am Rhein dringend notwendig.
Wie wurde aus einem „Kuhdorf“, wie Speyer in den Quellen des Mittelalters bezeichnet wurde, während der Herrschaft der Salier (1024-1125) „metropolis germaniae“, die Hauptstadt Deutschlands im Mittelalter? Eine wesentliche Rolle spielte dabei die Ansiedlung der Juden 1084 durch Heinrich IV., um aus Speyer eine Stadt zu machen. Deren Spuren sind heute noch durch das älteste erhaltende Ritualbad aus dem 12. Jh. sichtbar. Die besonderen Rechte der Selbstverwaltung und der Handelsfreiheit für Juden in Speyer wurden dann auf das gesamte Reich der Salier übertragen. Die Städte Speyer, Worms und Mainz wurden zu wichtigen Orten der jüdischen Theologie und Lebensweise im Mittelalter.
Die wechselvolle Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Speyer erklärte uns dann Frau Hornung von der heutigen jüdischen Gemeinde in Speyer. Nachdem in der Zeit des Nationalsozialismus alle Juden vertrieben, vernichtet oder ermordet wurden, begann erst 1996 wieder jüdisches Leben in Speyer. 2011 wurde wieder eine neue Synagoge für die aus der Ukraine eingewanderten Juden eingeweiht.
Noch im Jahr 2007 sprach der Stadtrat von Speyer sich dagegen aus, durch Stolpersteine an die Verbrechen von 1933-1945 zu erinnern. Man wollte sich nicht so genau daran erinnern, dass schon 1933 jüdische Geschäfte mitten in der Stadt angegriffen und boykottiert wurden, eine öffentliche Bücherverbrennung stattfand, 1938 die jüdische Synagoge niedergebrannt wurde und 1940 alle Juden deportiert wurden. Erst 2018 konnte der erste Stolperstein zur Erinnerung an die ermordeten Juden verlegt werden.
Der Besuch im Kaiserdom und in der Grablege der Kaiser des salischen Herrscherhauses vermittelt ein Gefühl der Bedeutung des 1024 bis 1106 errichteten Gebäudes für die Herrscher des Mittelalters. Wenn die Steine reden könnten, würden sie eine wechselvolle Geschichte von 900 Jahren erzählen.
1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg (das hängt zusammen mit Liselotte von der Pfalz) durch einen Brand fast zerstört, wäre er nach 1800 unter der Herrschaft Napoleons fast abgerissen worden.
Der König von Bayer ließ den Dom 1854-1858 ungefähr so umbauen, wie wir ihn heute sehen. Mit einer weiteren Sanierung 100 Jahre später bekam der Dom dann das heutige Aussehen. (Rnh)

- - - - -

Informationen zum Ukraine-Krieg

-Am 12. Mai 2022 wurde der Jugendoffizier Mannheims vom Geschichtskurs des Herrn Kreimes (K2) eingeladen, um einen Überblick über den aktuellen Konflikt in der Ukraine zu geben. Innerhalb von 90 min referierte er in aller Tiefe und Genauigkeit über die tiefliegenden Gründe.
Danach nahm er sich extra Zeit und stand noch eine weitere Stunde für Fragen aller Art zu den Themen deutsche Außenpolitik als auch deutsche Auslandseinsätze zur Verfügung. (Kreimes)

-

Geschichtsunterricht im Museum

Im Rahmen des Geschichtsunterrichts besuchten die Schüler der 6c am 26. Oktober 2021 die Tutenchamun-Ausstellung im Reiss-Museum. Mit Audioguides konnten sie dort in die spannende Geschichte der Entdeckung des Pharaonengrabes eintauchen sowie die Nachbauten der Grabkammer und detailgetreue Repliken der Grabbeigaben anschauen. Der Besuch bereichert die Unterrichtseinheit Ägypten und veranschaulicht dort Gelerntes. Organisiert wurde der Ausflug für alle 6. Klassen von Herrn Schaich und Frau Scheel.

Auf den Spuren des Mittelalters

-Zum Abschluss des Halbjahres begab sich die Klasse 7a mit ihrer Geschichtslehrerin Fr. Zegermacher am 4. Februar 2020 auf die Spuren des Mittelalters. Welche Stadt eignet sich dafür besser als Speyer. Im Angesicht des Altpörtels, des romanischen Doms und des Judenhofs vertieften die Schülerinnen und Schüler ihre Kenntnisse zu Themen wie der Pest, der Romanik, dem Investiturstreit oder dem Leben im Mittelalter. Spannend fanden das auch die begleitenden Kollegen Hr. Jäckle und Hr. Andreas.

Geschichtstag der 7. Klassen in Lorsch

-Trotz strömenden Regens fand auch in diesem Schuljahr der Geschichtstag der 7. Klassen in Lorsch statt: Am 8. Oktober erkundeten die Siebtklässler mit ihren Geschichtslehrern die Überreste des Klosters, beschäftigten sich mit den vielfältigen Aufgaben von Klöstern im Mittelalter und erlebten manche Aspekte des mittelalterlichen Lebens im Freilichtlabor Lauresham "live".

Exkursion nach Nürnberg

Exkursion nach NürnbergIm Rahmen des Geschichtsunterrichts unternahm die K2 vom 19. bis zum 20. September 2019 eine Exkursion nach Nürnberg, um das Dokumentationszentrum des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes zu besuchen und sich mit den Nürnberger Prozessen zu beschäftigen. Besonders beeindruckt zeigten sich unsere Schülerinnen und Schüler von den Ausmaßen der Anlage des Reichsparteitagsgeländes, die den Größenwahn der Nationalsozialisten anschaulich dokumentieren.
Begleitet wurde die Fahrt von Herrn Andreas, Herrn Dr. Homola, Frau Rappenecker, Frau Rüber und Frau Zegermacher.

"Projekttag Geschichte"

18_LorschEinen erlebnisreichen "Projekttag Geschichte" verbrachten alle 7. Klassen des Lilo bei einer Exkursion nach Lorsch in das Kloster und Freilichtlabor Lauresham am 27. September 2018. Begleitet wurden sie von den Klassen- und Geschichtslehrern Herr Blümmel, Frau Kröper, Herr Nadler, Herr Ruf., Frau Scheel, Frau Seidel-Laros, Herr Wilhelm, Frau Zegermacher.

Bundesverfassungsrichter a.D. Prof. Dr. Eichberger zu Gast am Lilo

18_Prof. Dr. EichbergerAm 26. September 2018 hielt Prof. Dr. Michael Eichberger vor Schülerinnen und Schülern der 11. und 12. Klassen des Lilo einen Vortrag über die Bedeutung des Bundesverfassungsgerichtes im demokratischen System der Bundesrepublik.
Am 16. Juli 2018 wurde ihm vom Bundespräsidenten als Richter des Bundesverfassungsgerichts nach seiner 12-jährigen Amtszeit die Entlassungsurkunde ausgehändigt. Vor den Schülern erläuterte er sowohl die Geschichte des Bundesverfassungsgerichtes als auch die Aufgaben des BVG am Beispiel einzelner Entscheidungen.

- -

Berlinfahrt der Klasse 10b

18_Klasse 10b in BerlinVom 18. bis 22. Juni 2018 erkundete die Klasse 10b mit Frau Ghaffari-Nik und Herr Sobik Berlin. Dabei besuchten die Schülerinnen und Schüler den Deutschen Bundestag und einige Museen.

Hier berichtet Yasmina Makey von der Exkursion:
Am Montag, dem 18. Juni, stiegen wir vormittags mit unseren Lehrern in den Zug Richtung Berlin und fünf Stunden später waren wir schon in der schönen Hauptstadt. Den ersten Abend verbrachten wir gemeinsam in einem Berliner Lokal und begaben uns anschließend in unser zentrales Hostel.
Der nächste Tag startete mit einer selbst organisierten Sightseeing-Tour, gefolgt von einem Besuch im Museum „Topographie des Terrors“. Nach den Programmpunkten entließen uns die Lehrer in unsere Freizeit, welche wir in anderen Museen und auf der bekannten Einkaufsmeile, dem Kurfürstendamm, nutzten.
Für den Mittwoch war der Besuch im Bundestag geplant, inklusive eines informativen Vortrags, eines Gesprächs mit dem Vertreter einer Bundestagsabgeordneten und eines Mittagessens. Besonders begeistert waren wir von der Glaskuppel, dem Wahrzeichen des Bundestags.
Am Donnerstag besichtigten wir die East-Side-Gallery und das DDR-Museum, in dem wir eine ausführliche Führung erhielten. Nach den Besichtigungen entspannten wir uns auf einer schönen Spreefahrt. Hinterher gingen wir zusammen essen, um den letzten Abend gemeinsam zu genießen.
Dann ging es am Freitag, dem 22. Juni, auch schon wieder zurück nach Mannheim.
Die Berlinfahrt war für uns alle eine spannende und interessante Erfahrung. Durch sie konnten wir unser letztes Jahr als gemeinsame Klasse mit einem wirklich schönen Abschluss beenden.

Abschiedsexkursion: Neigungskurs Geschichte

18_Abschiedsexkursion: Wormser DomNachdem wir uns im NF Geschichte über zwei Jahre intensiv mit der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts auseinandergesetzt haben, waren wir am 14.Juni 2018 zum Abschluss in der Region auf den Spuren der mittelalterlichen Geschichte unterwegs - im Wormser Dom, der dieses Jahr 1000jähriges Jubiläum feiert, und auf den Spuren des aschkenasischen Judentums in Worms.

18_Jüdischer Friedhof in WormsDer älteste jüdische Friedhof Europas ist bis heute Anziehungspunkt für Juden aus aller Welt. Die Schriften der dort begrabenen Rabbiner werden bis in die Gegenwart studiert. Der Besuch im Kaiserdom Speyer war dann ein würdiger Abschluss für den Neigungskurs Geschichte.

"Staatsfeind Nr. 1"

18_Dr. Wolfgang WelschSchon im Alter von ca. 16 Jahren war ihm klar: "Ich werde gehen, wie auch immer." Das berichtete Dr. Wolfgang Welsch in seinem Zeitzeugenvortrag über sein Leben in der DDR am 7. März 2018. Aufgewachsen in einem bürgerlich-christlichen Elternhaus war der Widerstand gegen die Staatsführung für ihn geradezu selbstverständlich.
Nach jahrelanger Haft in Stasi-Gefängnissen mit Folter und Isolationshaft wurde er dank Amnesty International und der Bundesregierung freigekauft, studierte dann in Deutschland und wurde Fluchthelfer.
Gespannt und konzentriert hörten die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen und der K2 des Lilo dem biographischen Vortrag von Wolfgang Welsch zu und stellten im Anschluss Fragen.

„Die Erinnerung fotografieren“

18_„Die Erinnerung fotografieren“Am 26. Januar wurde in Strasbourg die Ausstellung «Photographier la mémoire» – „Die Erinnerung fotografieren“ eröffnet. Im Rahmen eines Projektes dokumentierten Schülerinnen und Schüler aus Frankreich und Deutschland hierfür fotografisch das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof (Elsass) und seine Außenlager. Die Dokumentation des KZ-Außenlagers Mannheim-Sandhofen übernahmen vier Schülerinnen und Schüler des Lilo. Anlässlich der Ausstellungseröffnung fuhr ein Teil der Gruppe in Begleitung von Herrn Sobik nach Strasbourg. Es ist geplant, die Ausstellung bald auch in Mannheim zu zeigen.

18_„Die Erinnerung fotografieren“_1 18_„Die Erinnerung fotografieren“_3

Gedenkfeier zum Volkstrauertag 2017

17_VolkstrauertagSchülerinnen und Schüler des Liselotte-Gymnasiums haben bei der Gestaltung der Gedenkfeier zum Volkstrauertag, die der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. auf dem Mannheimer Hauptfriedhof veranstaltet, mitgewirkt. Die Big-Band spielte unter der Leitung von Herrn Bosse in der Trauerhalle und am Ehrenmal. Leonie Herrwerth, K2, hielt die Schülerrede in der Trauerhalle.

Ehemalige DDR-Spitzensportlerin Ines Geipel zu Gast am Lilo

17_ines geipel"Manchmal muss man Umwege gehen, damit man seine Spur findet", so umreißt die ehemalige Spitzen-Leichtathletin der DDR ihre Lebensgeschichte vor Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen und der K1 des Lilo am 16. Mai 2017.
Alle Kraft hatte sie für das Sport-Karussell gebraucht und in dieser Zeit nicht über die Ideologismen der DDR-Führung nachgedacht.
Als erfolgreiche Sportlerin hatte sie die Möglichkeit, an internationalen Wettkämpfen teilzunehmen. Dass sie im 1974 staatlich verordneten Doping-Programm war, männliche Sexualhormone einnehmen musste und deshalb so erfolgreich war, hat sie in dieser Zeit noch nicht reflektiert.
Erst nach der DDR-Olympia-Absage 1984 wird sie langsam wach, lässt sich nicht von der Stasi vereinnahmen. In Folge dieser Entscheidung wird sie durch eine von der Stasi angeordnete, absichtliche Fehl-Operation am Blinddarm sportlich ins Abseits gerückt. Sie flüchtet 1989 noch vor der Maueröffnung über Ungarn in die Bundesrepublik Deutschland.
Wie ihre sportliche Kariere und das Ende dieser mit ihrer Familiengeschichte zusammenhängt, erkennt sie nach dem Mauerfall im Studium ihrer und der Stasi-Akten ihres Vaters.
Heute forscht Ines Geipel als Professorin für Deutsche Verssprache an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« in Berlin über Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in der DDR-Zeit ihre Texte nicht veröffentlichen durften und systematisch unterdrückt wurden. Sie ist die Vorsitzende des "Doping-Opfer-Hilfe e.V.", der den Opfern des systematischen Staatsdopings der DDR eine Stimme und Unterstützung geben will.
"Macht es besser, als wir es machen konnten." Gibt sie den Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg. "Was mich gerettet hat, war Wissen und Rückgrat. Heute kann ich das Leben mit seinen Umwegen anerkennen. Wichtig ist, Anderes und Fremdes zuzulassen."
Moderiert wurde die Veranstaltung von Alesch Mühlbauer, Verein "Deutsche Gesellschaft" Berlin, und Marcus Reinhold, Lehrer für Geschichte am Liselotte-Gymnasium.

Zu Gast am Lilo: Zeitzeugin Eva Szepesi

17_Eva SzepesiAls Schicksal sieht Eva Szepesi die Tatsache, dass sie in den 50er Jahren von Ungarn nach Deutschland gekommen und mit ihrer Familie geblieben ist und seit 1995 jungen Menschen über ihr Leben als Auschwitz-Überlebende berichtet.
Sie, die als jüdisches Mädchen im Alter von ca. zehn Jahren ab 1944 Beleidigungen und Ausgrenzungen durch ihre gleichaltrigen Freunde in Budapest erleben musste und eine leidvolle Fluchtgeschichte bis zur Deportation in das Konzentrationslager Auschwitz hinter sich hat, berichtete Schülerinnen und Schülern der Kurstufen 1 und 2 des Lilo am 15. März 2017 von ihrem Leben. Sie las dabei aus ihrem 2011 erschienenen Buch "Ein Mädchen allein auf der Flucht", in dem sie ihre Geschichte niedergeschrieben hat.
Mit Begriffen wie Hunger, Gestank, Kälte, Qual, Angst und Einsamkeit beschrieb sie die wohl schlimmste Zeit ihres Lebens. Am 27. Januar 1945 wurde sie und die wenigen anderen Überlebenden von russischen Soldaten in Auschwitz befreit.

"Ihr seid die dritte Generation nach dem Krieg. Ihr müsst Euch nicht schuldig fühlen. Ihr müsst wissen, das ist wichtig." war Eva Szepesis Botschaft an die interessierten Zuhörer, denen Sie auch gerne auf ihre Fragen antwortete.

Begleitet wurde Frau Szepesi von Noemi Staszewski, die den Treffpunkt für Überlebende der Shoah und ihre Familien in Frankfurt leitet. Sie berichtete kurz über die Arbeit der ZWST. Weitere Informationen hier
Organisiert und moderiert wurde die Veranstaltung von Marcus Reinhold, der am Lilo Geschichte und Evangelische Religion unterrichtet.

Zeitzeuge berichtete

15_teichmannAm Mittwoch, 29. April 2015, fand in der Cafeteria des Lilo ein Vortrag von Eginhard Teichmann über "Stolpersteine - Erinnerung an Kindheit und Jugend in Berlin" statt.

Herr Teichmann, der viele Jahre Cellist am Mannheimer Nationaltheater war, berichtete, wie er als Kind und Jugendlicher in Berlin die politische Situation im Dritten Reich wahrgenommen hat und wie er aus der erlebten Judenfeindlichkeit heraus dazu kam, sich in der "Gesellschaft für christlich – jüdische Zusammenarbeit" zu engagieren. In diesem Zusammenhang ist er auch auf Stolpersteine, die er in Mannheim fotografiert hat, eingegangen.
Anhand von Dokumenten aus seiner Familiengeschichte, moderiert von Marcus Reinhold, ermöglichte dieser Zeitzeuge den Schülerinnen und Schülern einen authentischen Einblick in die Lebenssituation von jungen Menschen während des und nach dem Dritten Reich. Herr Teichmann beleuchtete das Problem des Antisemitismus auch nach 1945.

Die Schülerinnen und der Schüler der 9. Klassen des Lilo verfolgten gespannt die Berichte von Herrn Teichmann und stellten interessierte Nachfragen.