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Geschichte

Geschichtstag der 7. Klassen in Lorsch

-Trotz strömenden Regens fand auch in diesem Schuljahr der Geschichtstag der 7. Klassen in Lorsch statt: Am 8. Oktober erkundeten die Siebtklässler mit ihren Geschichtslehrern die Überreste des Klosters, beschäftigten sich mit den vielfältigen Aufgaben von Klöstern im Mittelalter und erlebten manche Aspekte des mittelalterlichen Lebens im Freilichtlabor Lauresham "live".

Exkursion nach Nürnberg

Exkursion nach NürnbergIm Rahmen des Geschichtsunterrichts unternahm die K2 vom 19. bis zum 20. September 2019 eine Exkursion nach Nürnberg, um das Dokumentationszentrum des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes zu besuchen und sich mit den Nürnberger Prozessen zu beschäftigen. Besonders beeindruckt zeigten sich unsere Schülerinnen und Schüler von den Ausmaßen der Anlage des Reichsparteitagsgeländes, die den Größenwahn der Nationalsozialisten anschaulich dokumentieren.
Begleitet wurde die Fahrt von Herrn Andreas, Herrn Dr. Homola, Frau Rappenecker, Frau Rüber und Frau Zegermacher.

"Projekttag Geschichte"

18_LorschEinen erlebnisreichen "Projekttag Geschichte" verbrachten alle 7. Klassen des Lilo bei einer Exkursion nach Lorsch in das Kloster und Freilichtlabor Lauresham am 27. September 2018. Begleitet wurden sie von den Klassen- und Geschichtslehrern Herr Blümmel, Frau Kröper, Herr Nadler, Herr Ruf., Frau Scheel, Frau Seidel-Laros, Herr Wilhelm, Frau Zegermacher.

Bundesverfassungsrichter a.D. Prof. Dr. Eichberger zu Gast am Lilo

18_Prof. Dr. EichbergerAm 26. September 2018 hielt Prof. Dr. Michael Eichberger vor Schülerinnen und Schülern der 11. und 12. Klassen des Lilo einen Vortrag über die Bedeutung des Bundesverfassungsgerichtes im demokratischen System der Bundesrepublik.
Am 16. Juli 2018 wurde ihm vom Bundespräsidenten als Richter des Bundesverfassungsgerichts nach seiner 12-jährigen Amtszeit die Entlassungsurkunde ausgehändigt. Vor den Schülern erläuterte er sowohl die Geschichte des Bundesverfassungsgerichtes als auch die Aufgaben des BVG am Beispiel einzelner Entscheidungen.

Berlinfahrt der Klasse 10b

18_Klasse 10b in BerlinVom 18. bis 22. Juni 2018 erkundete die Klasse 10b mit Frau Ghaffari-Nik und Herr Sobik Berlin. Dabei besuchten die Schülerinnen und Schüler den Deutschen Bundestag und einige Museen.

Hier berichtet Yasmina Makey von der Exkursion:
Am Montag, dem 18. Juni, stiegen wir vormittags mit unseren Lehrern in den Zug Richtung Berlin und fünf Stunden später waren wir schon in der schönen Hauptstadt. Den ersten Abend verbrachten wir gemeinsam in einem Berliner Lokal und begaben uns anschließend in unser zentrales Hostel.
Der nächste Tag startete mit einer selbst organisierten Sightseeing-Tour, gefolgt von einem Besuch im Museum „Topographie des Terrors“. Nach den Programmpunkten entließen uns die Lehrer in unsere Freizeit, welche wir in anderen Museen und auf der bekannten Einkaufsmeile, dem Kurfürstendamm, nutzten.
Für den Mittwoch war der Besuch im Bundestag geplant, inklusive eines informativen Vortrags, eines Gesprächs mit dem Vertreter einer Bundestagsabgeordneten und eines Mittagessens. Besonders begeistert waren wir von der Glaskuppel, dem Wahrzeichen des Bundestags.
Am Donnerstag besichtigten wir die East-Side-Gallery und das DDR-Museum, in dem wir eine ausführliche Führung erhielten. Nach den Besichtigungen entspannten wir uns auf einer schönen Spreefahrt. Hinterher gingen wir zusammen essen, um den letzten Abend gemeinsam zu genießen.
Dann ging es am Freitag, dem 22. Juni, auch schon wieder zurück nach Mannheim.
Die Berlinfahrt war für uns alle eine spannende und interessante Erfahrung. Durch sie konnten wir unser letztes Jahr als gemeinsame Klasse mit einem wirklich schönen Abschluss beenden.

Abschiedsexkursion: Neigungskurs Geschichte

18_Abschiedsexkursion: Wormser DomNachdem wir uns im NF Geschichte über zwei Jahre intensiv mit der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts auseinandergesetzt haben, waren wir am 14.Juni 2018 zum Abschluss in der Region auf den Spuren der mittelalterlichen Geschichte unterwegs - im Wormser Dom, der dieses Jahr 1000jähriges Jubiläum feiert, und auf den Spuren des aschkenasischen Judentums in Worms.

18_Jüdischer Friedhof in WormsDer älteste jüdische Friedhof Europas ist bis heute Anziehungspunkt für Juden aus aller Welt. Die Schriften der dort begrabenen Rabbiner werden bis in die Gegenwart studiert. Der Besuch im Kaiserdom Speyer war dann ein würdiger Abschluss für den Neigungskurs Geschichte.

"Staatsfeind Nr. 1"

18_Dr. Wolfgang WelschSchon im Alter von ca. 16 Jahren war ihm klar: "Ich werde gehen, wie auch immer." Das berichtete Dr. Wolfgang Welsch in seinem Zeitzeugenvortrag über sein Leben in der DDR am 7. März 2018. Aufgewachsen in einem bürgerlich-christlichen Elternhaus war der Widerstand gegen die Staatsführung für ihn geradezu selbstverständlich.
Nach jahrelanger Haft in Stasi-Gefängnissen mit Folter und Isolationshaft wurde er dank Amnesty International und der Bundesregierung freigekauft, studierte dann in Deutschland und wurde Fluchthelfer.
Gespannt und konzentriert hörten die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen und der K2 des Lilo dem biographischen Vortrag von Wolfgang Welsch zu und stellten im Anschluss Fragen.

„Die Erinnerung fotografieren“

18_„Die Erinnerung fotografieren“Am 26. Januar wurde in Strasbourg die Ausstellung «Photographier la mémoire» – „Die Erinnerung fotografieren“ eröffnet. Im Rahmen eines Projektes dokumentierten Schülerinnen und Schüler aus Frankreich und Deutschland hierfür fotografisch das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof (Elsass) und seine Außenlager. Die Dokumentation des KZ-Außenlagers Mannheim-Sandhofen übernahmen vier Schülerinnen und Schüler des Lilo. Anlässlich der Ausstellungseröffnung fuhr ein Teil der Gruppe in Begleitung von Herrn Sobik nach Strasbourg. Es ist geplant, die Ausstellung bald auch in Mannheim zu zeigen.

Gedenkfeier zum Volkstrauertag 2017

17_VolkstrauertagSchülerinnen und Schüler des Liselotte-Gymnasiums haben bei der Gestaltung der Gedenkfeier zum Volkstrauertag, die der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. auf dem Mannheimer Hauptfriedhof veranstaltet, mitgewirkt. Die Big-Band spielte unter der Leitung von Herrn Bosse in der Trauerhalle und am Ehrenmal. Leonie Herrwerth, K2, hielt die Schülerrede in der Trauerhalle.

Ehemalige DDR-Spitzensportlerin Ines Geipel zu Gast am Lilo

17_ines geipel"Manchmal muss man Umwege gehen, damit man seine Spur findet", so umreißt die ehemalige Spitzen-Leichtathletin der DDR ihre Lebensgeschichte vor Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen und der K1 des Lilo am 16. Mai 2017.
Alle Kraft hatte sie für das Sport-Karussell gebraucht und in dieser Zeit nicht über die Ideologismen der DDR-Führung nachgedacht.
Als erfolgreiche Sportlerin hatte sie die Möglichkeit, an internationalen Wettkämpfen teilzunehmen. Dass sie im 1974 staatlich verordneten Doping-Programm war, männliche Sexualhormone einnehmen musste und deshalb so erfolgreich war, hat sie in dieser Zeit noch nicht reflektiert.
Erst nach der DDR-Olympia-Absage 1984 wird sie langsam wach, lässt sich nicht von der Stasi vereinnahmen. In Folge dieser Entscheidung wird sie durch eine von der Stasi angeordnete, absichtliche Fehl-Operation am Blinddarm sportlich ins Abseits gerückt. Sie flüchtet 1989 noch vor der Maueröffnung über Ungarn in die Bundesrepublik Deutschland.
Wie ihre sportliche Kariere und das Ende dieser mit ihrer Familiengeschichte zusammenhängt, erkennt sie nach dem Mauerfall im Studium ihrer und der Stasi-Akten ihres Vaters.
Heute forscht Ines Geipel als Professorin für Deutsche Verssprache an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« in Berlin über Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in der DDR-Zeit ihre Texte nicht veröffentlichen durften und systematisch unterdrückt wurden. Sie ist die Vorsitzende des "Doping-Opfer-Hilfe e.V.", der den Opfern des systematischen Staatsdopings der DDR eine Stimme und Unterstützung geben will.
"Macht es besser, als wir es machen konnten." Gibt sie den Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg. "Was mich gerettet hat, war Wissen und Rückgrat. Heute kann ich das Leben mit seinen Umwegen anerkennen. Wichtig ist, Anderes und Fremdes zuzulassen."
Moderiert wurde die Veranstaltung von Alesch Mühlbauer, Verein "Deutsche Gesellschaft" Berlin, und Marcus Reinhold, Lehrer für Geschichte am Liselotte-Gymnasium.

Zu Gast am Lilo: Zeitzeugin Eva Szepesi

17_Eva SzepesiAls Schicksal sieht Eva Szepesi die Tatsache, dass sie in den 50er Jahren von Ungarn nach Deutschland gekommen und mit ihrer Familie geblieben ist und seit 1995 jungen Menschen über ihr Leben als Auschwitz-Überlebende berichtet.
Sie, die als jüdisches Mädchen im Alter von ca. zehn Jahren ab 1944 Beleidigungen und Ausgrenzungen durch ihre gleichaltrigen Freunde in Budapest erleben musste und eine leidvolle Fluchtgeschichte bis zur Deportation in das Konzentrationslager Auschwitz hinter sich hat, berichtete Schülerinnen und Schülern der Kurstufen 1 und 2 des Lilo am 15. März 2017 von ihrem Leben. Sie las dabei aus ihrem 2011 erschienenen Buch "Ein Mädchen allein auf der Flucht", in dem sie ihre Geschichte niedergeschrieben hat.
Mit Begriffen wie Hunger, Gestank, Kälte, Qual, Angst und Einsamkeit beschrieb sie die wohl schlimmste Zeit ihres Lebens. Am 27. Januar 1945 wurde sie und die wenigen anderen Überlebenden von russischen Soldaten in Auschwitz befreit.

"Ihr seid die dritte Generation nach dem Krieg. Ihr müsst Euch nicht schuldig fühlen. Ihr müsst wissen, das ist wichtig." war Eva Szepesis Botschaft an die interessierten Zuhörer, denen Sie auch gerne auf ihre Fragen antwortete.

Begleitet wurde Frau Szepesi von Noemi Staszewski, die den Treffpunkt für Überlebende der Shoah und ihre Familien in Frankfurt leitet. Sie berichtete kurz über die Arbeit der ZWST. Weitere Informationen hier
Organisiert und moderiert wurde die Veranstaltung von Marcus Reinhold, der am Lilo Geschichte und Evangelische Religion unterrichtet.

Zeitzeuge berichtete

15_teichmannAm Mittwoch, 29. April 2015, fand in der Cafeteria des Lilo ein Vortrag von Eginhard Teichmann über "Stolpersteine - Erinnerung an Kindheit und Jugend in Berlin" statt.

Herr Teichmann, der viele Jahre Cellist am Mannheimer Nationaltheater war, berichtete, wie er als Kind und Jugendlicher in Berlin die politische Situation im Dritten Reich wahrgenommen hat und wie er aus der erlebten Judenfeindlichkeit heraus dazu kam, sich in der "Gesellschaft für christlich – jüdische Zusammenarbeit" zu engagieren. In diesem Zusammenhang ist er auch auf Stolpersteine, die er in Mannheim fotografiert hat, eingegangen.
Anhand von Dokumenten aus seiner Familiengeschichte, moderiert von Marcus Reinhold, ermöglichte dieser Zeitzeuge den Schülerinnen und Schülern einen authentischen Einblick in die Lebenssituation von jungen Menschen während des und nach dem Dritten Reich. Herr Teichmann beleuchtete das Problem des Antisemitismus auch nach 1945.

Die Schülerinnen und der Schüler der 9. Klassen des Lilo verfolgten gespannt die Berichte von Herrn Teichmann und stellten interessierte Nachfragen.