zum Menü Startseite
 

Gemeinschaftskunde

„Internationale Herausforderungen für die Bundeswehr“

-Am 18. Februar 2020 nahm die Kursstufe II an einem Vortrag der Jugendoffizierin Siobhàn Whelan teil. Unter dem Motto „Internationale Herausforderungen für die Bundeswehr“ entwickelte sich ein reger Austausch über das Potential der Sicherheitsgefährdung für die Bundesrepublik. Die Bandbreite der Themen reichte von Migration über Ressourcenkonflikte und Klimawandel bis zu zwischenstaatlichen Konflikten und failed states. Besonderes Augenmerk fiel auf das Thema „internationaler Terrorismus“ in unterschiedlichen Ausprägungen. Diese Gefährdungslage führte zur Frage, mit welchen Mitteln und Möglichkeiten die Bundeswehr agieren könne und dürfe.
Anhand aktueller Einsätze im Rahmen von EU, NATO und UNO brachte Frau Whelan Realität in den Vortrag, unterstützt durch zahlreiches Bildmaterial.
In der abschließenden Fragerunde zeigten sich die Schülerinnen und Schüler nicht nur informiert und interessiert, sondern äußerten auch kritisch reflektierte Anstöße, was zu einer lebhaften, sachlichen Diskussion führte.
Thematisch stellte der Vortrag eine Einführung in das letzte Halbjahr der Kursstufe II im Fach Gemeinschaftskunde dar, in dem internationale Beziehungen und Konfliktbewältigung behandelt werden.

"Die Würde des Menschen ist unantastbar"

-„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Über Artikel 1 des Grundgesetzes und seine Bedeutung für unser Rechtssystem sprach Prof. Dr. Eichberger, Bundesverfassungsrichter a.D., am 4. Februar 2020 mit Schülern der 11. und 12. Klassen.

Die geistesgeschichtlichen Wurzeln des Begriffes „Würde“ wurden von den Verfassers des Grundgesetzes aus zwei Quellen abgeleitet – der christlichen Vorstellung, dass der Mensch seine Würde aus der Ebenbildlichkeit Gottes hat, und der Vorstellung der Aufklärung, dass dem Menschen absolute Würde zukommt, unabhängig von seinen Verdiensten. Aus den Erfahrungen der Geschichte des Nationalsozialismus hatte man geschlussfolgert, dass jeder Menschen einen Anspruch darauf haben muss. Kein Mensch darf von einem anderen Menschen zum Objekt gemacht werden. 1949 in einer „neuen Gesellschaft aus alten Menschen“ schrieben die Verfasser des Grundgesetzes dem Staat die Aufgabe zu, diesen Wert- und Achtungsanspruch durchzusetzen.

Das Grundrecht auf Menschenwürde stellten sie unter den Schutz der Ewigkeitsklausel, d.h. es darf weder inhaltlich verändert noch abgeschafft werden.

Anhand von zahlreichen Beispielen erläuterte Herr Eichberger, wie das Bundesverfassungsgericht in seiner Rechtsprechung dem Artikel 1 Geltung verschafft, z.B. bei der Definition, was ein menschwürdiges Existenzminimum ist – 2010, 2012, 2014, 2016, 2019. Dabei ging es um die Verbindung von Menschenwürde und Sozialstaat. Es wurde definiert, dass der Staat nicht nur das Recht auf die physische Existenz eines Mensch garantieren muss, sondern auch das Recht auf gesellschaftliche, kulturelle und politische Teilhabe.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller – auch in der Schulgemeinschaft können wir das täglich einüben.

Der Einfluss europäischer Politik in Zentralafrika

-Am 2. April 2019 informierte Simone Schlindwein Schüler der 10. Klassen über den Einfluss europäischer Politik in Zentralafrika. Als Journalistin u.a. für die taz, berichtet sie seit 2008 aus Zentralafrika über die Länder Uganda, Südsudan, DR Kongo, Ruanda, Burundi, Zentralafrikanischen Republik. Sie berichtet als einzige deutsche Journalistin aus diesem Gebiet, ein Grund, warum wir so wenig über diese Weltgegend wissen.

Vor allem der Kongo, das zweitgrößte Land Afrikas nach Algerien, ist für die westliche Hightech-Industrie von besonderem Interesse, da dort Bodenschätze, wie Coltan und Kobalt vorkommen, die z.B. für Display- und Batterieproduktion von Bedeutung sind. Die ehemalige belgische Kolonie mit 80 Millionen Einwohnern ist jedoch ein zwischen 150 Rebellengruppen umkämpftes Gebiet. Auch die UNO, die im Kongo bis zu 20.000 Soldaten stationiert hat, vermag es nicht, dort Frieden zu schaffen. Die Soldaten dürfen nicht in Kampfhandlungen eingreifen.

Frau Schlindwein berichtete über die Ursachen und Folgen des Völkermordes in Ruanda 1994, bei dem in drei Wochen eine Million Menschen ermordet wurden. 2009 deckte sie auf, dass Verantwortliche von ruandischen Hutu-Milizen von Mannheim aus Gewalttaten im Ostkongo steuerten. Ihre Recherchen führten 2015 zur Verurteilung der Täter in Stuttgart.

Am Ende des Vortrages erläuterte Sie auf welche Weise die Bundesregierung Verträge mit Diktatoren afrikanischer Staaten, wie dem Niger und Sudan, geschlossen hat, um die Migrationsrouten aus Zentralafrika Richtung Europa zu schließen.

"Ich kann nicht verstehen, warum Menschen mit Menschen so umgehen und warum niemand etwas dagegen unternimmt", sagte eine Schülerin desillusioniert nach dem Vortag. Aber auch das ist eine Realität, auf der wir teilweise unseren Fortschritt gründen. (M.Reinhold)

Ein Tag im Lilo-Bundestag

Am 15. Januar 2019 wurden zwei der Gemeinschaftskunde-Kurse der Kursstufe 1 Teil eines besonderen und neuartigen Projekts. Mithilfe der Landeszentrale für politische Bildung wurden die Schüler und Schülerinnen einen Tag lang zu Abgeordneten eines Lilo-internen Bundestags und hatten die Möglichkeit, den Alltag eines Abgeordneten nachzuempfinden. Sie debattierten in ihren zugeordneten Parteien, gingen Kompromisse in Koalitionen ein und setzten sich für ihre Wähler ein. Alles in allem ein gelungener Tag, der einen Einblick in einen (teils) chaotischen Alltag ermöglichte und den Schülern und Schülerinnen großen Spaß bereitete, wobei dies nicht all zu wenig den Studenten der Uni Mannheim und den Mitarbeiter der lpb zuzuschreiben war, bei denen wir uns hiermit auch noch einmal herzlich für ihr Engagement bedanken wollen.

Besuch am Amtsgericht

18 Besuch im Amtsgericht"Im Zweifel für den Angeklagten", hieß es am Ende des Prozesses, den die Klasse 9a zusammen mit Frau Senger am 29. November 2018 am Mannheimer Amtsgericht beobachtete. Der Angeklagte wurde lediglich wegen des Besitzes und Anbaus illegaler Betäubungsmittel zu 1 Jahr und 9 Monaten Haft verurteilt, vom Vorwurf des Drogenhandels jedoch wegen Mangels ausreichender Beweise freigesprochen. Für die Klasse 9a ein interessanter Einblick in den Ablauf einer Gerichtsverhandlung.

Von Aktien und Anleihen

18_Von Aktien und AnleihenWie es an einer Börse zugeht und mit was dort alles gehandelt wird, lernten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10c bei einem Besuch in Stuttgart. Am 18. Juni 2018 besuchten sie dort Deutschlands zweitgrößte Börse. Begleitet wurden sie dabei von Frau Senger und Frau Frind.

Berliner Luft

18_K1 in BerlinAm 12. Juni 2018 hieß es für den K1 Gemeinschaftskundekurs von Frau Senger und dem Geschichtskurs von Frau Rappenecker: „Auf geht's nach Berlin!“ Während ihrer fünftägigen Studienreise durften die Kurse Großstadtluft schnuppern und dabei historische, politische und kulturelle Highlights besuchen: Brandenburger Tor, Bundestag, Berliner Mauer, Brechts „Dreigroschenoper“, Beuys‘ Kunstinstallationen, Bauwerke der Antike und bedeutende Orte der Zeitgeschichte (Wannsee, Hohenschönhausen und Sachsenhausen).
Begleitet wurden sie von Frau Hormuth und Frau Rüber.